Weinwissen
Südafrika
Das Weinland Südafrika unterteilt sich in fünf Regionen: Coastal, Boberg, Breede River Valley, Oliifants River und Little Karroo.. Die Herkunftsbestimmung "Wine of Origin" unterscheidet zudem 11 Weinbaugebiete (Districts). Für den Qualitätsweinbau sind Coastal Region und Breed River Valley am bedeutendsten. Die Weinanbaugebiete am Kap gehören zu den schönsten der Welt. Sie erstrecken sich vom historischen Constantia an den Hängen des Tafelberges bis zu den malerischen Städtchen Stellenbosch, Paarl und Franschhoek; vom fruchtbaren Tal des Breede Rivers bis zu den sanften Hügelketten am Olifants River im Norden; und bis nach Klein Karoo im regenarmen Osten der Kapprovinz.
In Südafrika ist die Weinlese zwischen Februar und April. Die Wintermonate sind kalt - doch keineswegs vergleichbar mit deutschen Nebeltagen - und regenreich, aber nicht frostig. Die Hitze des Sommers wird gemäßigt durch die Atlantikwinde. Darüber hinaus erfrischen antarktische Meeresströmungen den Südrand des Landes.
Die weißen Sorten dominieren am Kap: 60 Prozent der Rebfläche sind mit weißen Sorten bepflanzt. Dank der kühlen Winde und Nächte sind südafrikanische Weißweine geprägt von frischer Frucht und feinen Aromen. Die weltweit gestiegene Nachfrage nach Rotweinen bedingte, dass auch in Südafrika die Anpflanzung von roten Rebsorten stark zugenommen hat. Führend sind Cabernet Sauvignon, Merlot, Shiraz sowie die südafrikanische Spezialität Pinotage. Pinotage: Ein südafrikanischer Züchter kreuzte 1925 Pinot Noir mit Hermitage (Cinsaut). So entstand ein Klassiker, der mit seiner Würze und Komplexität weltweit begehrt ist.
USA
Weininfo Kalifornien Die geographischen Gegebenheiten in Kalifornien sind sehr unterschiedlich. Die Landschaftsformen reichen von kühlen Bergregionen bis hin zu ausgedehnten Wüsten. Die besten Weinbaugebiete befinden sich allerdings im kühleren Norden. Man unterteilt Kalifornien in die fünf Anbaugebiete North Coast, Central Coast, South Coast, Central Valley und Sierra Foothills. Es gibt 65 AVA´s. Den besten Ruf genießen heute Napa und Sonoma, die zu den größten Qualitätsweinregionen Kaliforniens zählen. Die North Coast besteht aus einer Anzahl von Tälern und Ebenen, die vor dem Meereseinfluß durch eine Bergkette geschützt sind. Kühle Winde streichen von der San Francisco Bay über die hügelige Landschaft. Die Bodenbeschaffenheit ist recht unterschiedlich. Es kommen Sand und Kies mit Lehm und leichte Lößböden vor. Von den vielfältigen Weinen, die in Nordamerika erzeugt werden stammen die besten aus europäischen Rebsorten wie zB. Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Merlot für die roten Sorten sowie Sauvignon Blanc und Chardonnay für Weißweine. Das amerikanische Weingesetz ähnelt der französischen Appellations-Regelung. Man teilt das Land in verschiedene AVA´s (Approved Viticultural Areas) ein. Jede einzelne AVA muß hinsichtlich Klima, Bodenverhältnisse und Geschichte einzigartig sein und erhält eine klare geographische Abgrenzung. Bis 1998 wurden 131 AVA´s registriert.
Washington State liegt auf den gleichen Breitengrad wie Bordeaux oder Burgund. Die bekanntesten Anbaugebiete sind Yakima Valley und Columbia River Basin. Gebirgsketten der Cascade Mountains schützen diese Gebiete vor den kühlen Winden des Meeres. Wegen dem kühleren Klima sind die Weine aus Washington leichter als jene aus Kalifornien. Die drei AVAs von Washington sind Columbia Valley, Walla Walla und Yakima Valley.
Schweiz
Das Weingut Charles Bonvin in Sion im Schweizer Kanton Wallis wurde im Jahre 1858 gegründet und ist noch heute ein Familien-Unternehmen. Seit dem Jahre 1990 wird es in vierter Generation von André Darbelley geleitet. In Besitz von Bonvin sind die Weingüter Brûlefer, Château Conthey und Clos du Château. Die eigenen Rebflächen umfassen insgesamt 30 Hektar, von weiteren 30 Hektar werden Trauben zugekauft. Es werden zahlreiche Weine aus den alten Walliser Sorten Heida, Humagne Rouge und Petite Arvine vinifiziert. Das an den sonnigen Hängen von Sion gelegene Weingut Brûlefer (bedeutet: wo das Eisen brennt), mit seinen beeindruckenden Stützmauern, eröffnet einen einzigartigen Blick auf das Rhonetal Die bevorzugten Kalkschieferböden von Sion verleihen dem Pinot Noir Terra Cotta seinen typischen Charakter: Ein vielfältiges Bouquet und einen rassigen Geschmack
Spanien
Seit Urzeiten wird Wein auf der iberischen Halbinsel angebaut. Schon die Phönizier und die Griechen tranken Weine der unter der iberischen Sonne reifte. Einige Jahrhunderte später beherrschten die Mauren den größten Teil Spaniens. In dieser Zeit war der Alkoholgenuss verboten, doch verschwunden ist der Weinbau nicht vollständig. Erst im 18. Jahrhundert begann eine neue Aufstiegsphase. Bis zum heutigen Tag haben sich die spanischen Weinkeller (Bodegas) bis an die Weltspitze hervorgearbeitet.
Für die Qualität des Weines ist neben dem Jahrgang das Anbaugebiet des Weines, das so genannte Denominación de Origen (D. O.) verantwortlich. Das wohl berühmteste Anbaugebiet Spaniens ist La Rioja wo der gleichnamige Wein produziert wird. Jedoch gibt es noch eine Reihe weniger bekannte Gebiete, die mindestens genauso gute Weine hervorbringen. Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Reifedauer und die Beschaffenheit des Fasses. Hier ein kurzer Überblick für Rotweine: Crianza: Ein Wein, der mindestens zwei Jahre gereift ist, davon mindestens ein Halbes im Eichenholzfass. Reserva: Dieser Wein ist mindestens drei Jahre gereift und mindestens eines davon in einem Eichenholzfass. Gran Reserva: Ein Wein mit einer Lagerzeit von insgesamt fünf Jahren, zwei davon im Eichenholzfass.
Rhône
Aufgrund seiner besonderen Lage war das Rhônetal immer schon eine besonders wichtige Verbindungsachse zwischen dem Mittelmeerraum und Nord- und Westeuropa.
Bereits in der Antike drangen die Griechen bis ins Zentrum von Gallien vor und unterhielten Handelsbeziehungen mit den Bewohnern. Die Römer setzten dann 125 v.Chr. die Tradition des Weinbaus und der Weinherstellung fort.
Das Zusammenspiel von Klima, Böden und Rebsorten ist verantwortlich für den typischen Charakter der Côtes du Rhône-Weine. Das mediterrane Klima wird vom kräftigen Mistral-Wind geprägt, der für die Entwicklung der Weinreben notwendig ist und sie begünstigt; er entsteht durch unterschiedliche atmosphärische Druckverhältnisse zwischen den nördlichen und den südlichen Regionen. Auch ausgeprägte Regenzeiten, Wärme und außergewöhnlich viel Sonne sind für das Klima dieser Region charakteristisch.
Der Boden ist durch Einwirkung von Vegetation und Klima im Laufe der Jahrtausende entstanden. Die starke Persönlichkeit der Rhône hat das gesamte Sedimentbecken entscheidend geprägt, Landschaftsformen und Ablagerungen gebildet, so dass zwischen Vienne und Avignon und von den Cevennen bis zu den Alpenausläufern wertvolle und abwechslungsreiche Böden entstanden sind.
Die heute an der Rhône angebauten Rebsorten stammen aus drei Weinanbaugebieten. Cinsault, Clairette und Bourboulenc sind Rebsorten, die in den mediterranen Regionen Frankreichs entstanden sind. Grenache, Carignan und Mourvèdre dagegen kamen aus Regionen in Spanien und wurden vor ca. 200 Jahren von dort nach Frankreich gebracht. Die Rebsorten Syrah, Roussanne, Marsanne und Viognier gehen auf wild wachsende Rebsorten in den Wäldern der Dauphiné zurück.
Syrah: Farbintensiv, widerstandsfähig gegen Oxydation, reich an Tanninen, aromatisch (Himbeere, Johannisbeere, Veilchen, Paprika). Verwendung : Cornas (100 %), Côte-Rôtie (mindestens 80 %), Crozes-Hermitage (mindestens 85 %), Hermitage (mindestens 85 %), Saint Joseph (90 %), Châteauneuf-du-Pape (im allgemeinen 20 bis 25 % der Assemlage gemeinsam mit Mourvèdre), Côtes du Rhône (wichtigste Rebsorte), Côtes du Rhône Villages (mindestens 20 % der Assemblage gemeinsam mit Mourvèdre).
Mourvèdre: Liefert ein ausgezeichnetes Tanningerüst für Rotweine. Die Intensität und Qualität der Aromen verstärkt sich bei älteren Weinen. Besitzt antioxidative Eigenschaften und wird daher für manche Rosé-Weine verwendet, da diese länger ihre Frische behalten und und aromatischer werden. Verwendung : Châteauneuf-du-Pape, rot (innerhalb der Zusammensetzung), Côtes du Rhône Villages, rot (gemeinsam mit Syrah mindestens 20 % in der Assemblage), Côtes du Rhône Rot- und Roséweine (Hauptrebsorte, die oft für die Assemblage von Weinen mit längerer Lagerfähigkeit verwendet wird).
Grenache noir: Hohes Alkoholpotential, schwache Säure, rund im Geschmack, fruchtige und würzige Aromen. Verwendung : Châteauneuf-du-Pape (meist zu 60 % bis 70 %), Côtes du Rhône (mindestens 40 %), Côtes du Rhône Villages (maximal 65 % bis zum 31/12/04, danach mindestens 50 %).
Burgund
Das Weinanbaugebiet Burgund stellt ein riesiges Mosaik aus unzähligen Weinbergen dar, in denen die kleinen Parzellen oftmals von niedrigen Steinmauern umgeben sind. Die Komposition des Bodens, die sich in einem Weinberg von einem Meter zum anderen total ändern kann, seine Zusammensetzung in der Tiefe, seine Höhenlage und seine Ausrichtung geben dem Wein seinen Charakter, welcher sich in den verschiedensten aromatischen Nuancen und würzigen Noten ausdrückt.
Klima: Burgund profitiert von einem semikontinentalen Klima, d. h. kalte, trockene Winter und sonnige, heiße Sommer, die eine optimale Reifung von Pinot Noir und Chardonnay ermöglichen. Herkunftsbezeichnungen Man unterscheidet zwischen Weinen, die im Bereich des gesamten Weinanbaugebiet Burgund produziert werden und deshalb die Herkunftsbezeichnung BOURGOGNE aufweisen und jenen, deren Produktion sich auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt, wie z. B. Mâcon, Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune, Bourgogne Côte Chalonnaise und Bourgogne Côte d’Auxerre, oder auch auf ein Dorf. Die kommunalen oder die "villages" Herkunftsbezeichnngen
Auf der nächsthöheren Qualitätsstufe profitieren die Weine von der bevorzugten Lage einer bestimmten Anzahl von Weindörfern, die für die konstante Qualität ihrer Produktion anerkannt sind. Bei den auf ihrem Boden erzeugten Weinen darf der Name des „village“ auf dem Etikett erscheinen, wie z. B. Pommard, Mercurey, Gevrey-Chambertin oder Meursault, um nur einige der bekanntesten zu nennen. Die Herkunftsbezeichnung "premier cru" Das Produktionsgebiet der kommunalen Herkunftsbezeichnungen ist in zahlreiche Parzellen aufgeteilt, die „lieux-dits“ oder „climats“ (Einzellagen) genannt werden. Einige dieser mit Flurnamen belegten Lagen heben sich durch den ausgeprägten Charakter und das hohe Qualitätsniveau der auf ihnen erzeugten Weine hervor und verdienen die Bezeichnung „premier cru“ als vorletzte Stufe zur Spitze der Qualitätspyramide. Auf dem Etikett dieser Weine erscheint nach dem Namen des „village“ oder der Kommune die Klassifizierung „premier cru“, gefolgt von der Einzellagenbezeichnung, wie z. B. „Gevrey-Chambertin Premier Cru Clos Saint-Jacques“.
Die "grand cru" Herkunftsbezeichnung Die besonders ursprünglichen, charaktervollen Weine höchster Qualität werden nur auf einigen wenigen „climats“ einzelner Kommunen hervorgebracht und besitzen von alters her ein solches Ansehen, dass diese Weine in den Rang eines „grand cru“ erhoben werden und die Spitze der Burgunderweine bilden. Auf dem Etikett sind folglich nur der Namen der Lage, gefolgt von der Bezeichnung „grand cru“, aufgeführt, wie z. B. „Chambertin Grand Cru“, d. h. die „appellation grand cru“ der Kommune Gevrey-Chambertin.
Bordeaux
Der Bordelais ist eine der wichtigsten Weingegenden der Welt, es produziert ein Drittel des französischen Qualitätswein. Bordeaux befindet sich nahe der Atlantikküste, im Süd-Westen Frankreichs. In Bordeaux stellt man schon seit über 2000 Jahren Wein her. Man nimmt an, das schon vor der Ankunft der Römer in 56 vor J.C. Weinberge bestanden. Der Poet Ausonius sprach schon davon (ein Schloß : Château Ausone, wurde nach ihm benannt). Am Anfang des zweiten Jahrtausends war diese Gegend unter Englischer Beherrschaft. Hunderte von Schiffen mit Clairettefässern vollbeladen segelten nach England. Die Clairette war ein heller, leichter Rotwein den die Engländer sehr schätzten und den sie "claret" benannten, dieser Name wird noch heutzutage benützt wenn man von roten Bordeauxweinen spricht. Die verschieden Weine von Bordeaux entsprechen den verschiedenartigen Böden dieser Gegend. Das Klima ist generel sehr gleichmäßig, mit einem kurzen Winter und einer starken Feuchtigkeit, durch den nahen Atlantischen Ocean bedingt. Der größte Teil des Weinbaugebietes des Bordelais ist in den Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc angepflanzt. Sie geben dem Wein die Stärke, den Gerbstoff und ein langes Leben, der Merlot der hinzu kommt, gibt ihm die Zärte und die Geschmeidigkeit.
Deutschland weiß
Deutscher Wein unterscheidet sich von Wein aus anderen Ländern durch seine Leichtigkeit, Spritzigkeit und Fruchtigkeit. Diese Eigenschaften deutscher Weine sind auf die besonderen Klima- und Bodenverhältnisse zurückzuführen. Die deutschen Weinanbaugebiete liegen - außer Sachsen und Saale-Unstrut im Osten - konzentriert im Südwesten und Süden Deutschlands. Sie gehören zu den nördlichsten Anbaugebieten der Welt und befinden sich damit im Grenzbereich zwischen dem feuchtwarmen Golfstromklima im Westen und dem trockenen Kontinentalklima im Osten. Die lange Vegetationszeit und die geringe Sommerhitze machen die Weine filigran und nicht zu alkoholreich. Unterschiedliche Bodenarten und Rebsorten tragen ihren Teil dazu bei, dass deutsche Weine nicht uniform sind. Mit den zwei relativ neuen Weinanbaugebieten im Osten Deutschlands spiegeln nun 13 deutsche Anbaugebiete die große Vielfalt deutscher Weine wider.
Deutschland rot
Die deutsche Rebsortenvielfalt reicht von A wie Albalonga bis Z wie Zweigeltrebe. Nahezu 100 Sorten werden angepflanzt, große Marktbedeutung besitzen etwa zwei Dutzend, allen voran der Riesling und der Müller-Thurgau. Auf diese entfallen etwa 38 Prozent der rund 100.000 Hektar Rebfläche. Bei den Rotweinsorten hat der Spätburgunderanbau die größte Bedeutung.
Nun erstreckt sich das Weinbauland Deutschland, das zu 70 Prozent Weißwein und zu 30 Prozent Rotwein erzeugt, von der Elbe bis zum Bodensee. Folglich gibt es fast lupenreine Weißweingebiete wie an Mosel, Saar und Ruwer. Dagegen haben südlich gelegenere Regionen wie Württemberg und Baden eine beachtenswerte Rotweintradition. Einzig den Ahrwinzern, traditionelle Rotweinerzeuger im Norden, fällt eine Sonderrolle zu.
Der Trend zu roten Rebsorten ist in allen Anbaugebieten unverkennbar. Und noch weitere Signale sind auszumachen: die Hinwendung zu den Burgundersorten und die Renaissance der klassischen Rebsorten.
Italien weiß
Die Besonderheiten des italienischen Weinbaus haben mit der stiefelförmigen bzw. der schmalen und langgezogenen Form dieses nicht sehr einheitlichen Landes zu tun. Es reicht von den Alpen bis nach Apulien und Sizilien und ist charakterisiert durch den Apennin, durch Ebenen, Hänge und Hügel, Seen und Flüsse. Diese machen die Unterschiede in Klima und Bodenbeschaffenheit aus. Die Stärke des italienischen Weinbaus liegt genau in diesen unterschiedlichen klimatischen Bedingungen und der Bodenbeschaffenheit, die einzigartige Alternativen und Kombinationen hervorbringen. Was seine Weinbau-gebiete und Kellereien betrifft, hat Italien in den letzten 30 Jahren einen radikalen Wandel erlebt. Es wurde eine Verbesserung der Produktionstechniken angestrebt, um dadurch dem neuen Geschmack in Sachen Wein näher zu kommen und einen Anbau höchster Qualität auf breiter Ebene möglich zu machen.
Italien rot
Friaul und Piemont
Piemont: Das Land am Fuß der Berge mit der Hauptstadt Turin liegt im Nordwesten Italiens. Neben dem Weinbau ist vor allem die Landwirtschaft (größter Reisanbau in Europa) und die Industrie prägend. Der Schwerpunkt für den Weinbau ist die "Langhe", eine mehr südlich gelegene Hügellandschaft. Zentrum ist die Stadt Alba, die neben dem Wein vor allem durch die weißen Trüffel berühmt geworden ist. Die Langhe ist die Heimat des Barolo und Barbaresco, den beiden großen Weinen Italiens. Sie werden aus der Nebbiolo-Traube gewonnen, sind über Jahrzehnte haltbar und gelten als körperreich und charaktervoll. Weniger bekannt, aber gut sind die Weissweine Gavi und Arneis. Auch der prickelnde Moscato d'Asti ist aus Piemont.
Friaul: Genau heißt das Gebiet im Nordosten (21.000 Hektar Rebfläche) Friaul-Julisch-Venetien. Die Region hat eine große Sortenvielfalt, darunter die bekannten Chardonnay, Pinot bianco (Weißburgunder), Pinot Grigio (Grauburgunder), Cabernet Sauvignon und die alte heimische Rebe Refosco. Collio und Colli orientali gelten als die besten der sieben Bereiche.
Sizilien und Südtirol
Sizilien: die Insel vor der Stiefelspitze ist mit etwa 160.000 Hektar das größte Weinland Italiens. Etwa 75 Prozent davon sind Weißweine. Der berühmte Marsala, ein kräftiger Süßwein, wächst im Westen. Im Osten werden zunehmend fruchtige Weißweine erzeugt.
Zu den Spezialitäten zählen der rote Regaleali und die süßen Weine Marsala und Malvasia.
Südtirol: Weine aus Südtirol und dem Veneto sind inwischen in Deutschland weit verbreitet. Wir haben hier zwei der besten Winzer ausgewählt, die durch eine große Sortenvielfallt aber auch besonders durch Ihre gleichbleibend hohe Qualität auffallen.
Toskana und Apulien
Toskana: Die mittelalterliche Region mit ihrer Metropole Florenz hat ca. 80.000 Hektar Rebfläche. Hier gibt es neben dem berühmten Chianti auch andere edle Tropfen.
Begonnen hat die Geschichte des Weins in der Toskana mit den Etruskern, die die ersten Reben pflanzten. Ein Schritt der sich lohnen sollte. Im Mittelalter rodeten die Mönche von Vallombrosa die Hügel und bauten im Gebiet um Gaiole Wein an: den Chianti-Wein. Er wurde so berühmt, dass im 19. Jahrhundert der Rotwein des gesamten toskanischen Hügelgebietes so bezeichnet wurde. Die Gemeinden Gaiole, Radda, Castellina und Greve konnten schließlich durchsetzen, dass der Name Chianti geschützt wurde. Die Bezeichnung Chianti classico bescheinigt den Rebsäften ihre tatsächliche Herkunft aus dem angegebenen Gebiet. Neben dem klassischen Chianti-Anbaugebiet zwischen Florenz und Siena gibt es noch drei weitere wichtige Weinadressen in der Toskana. Im Süden sind das die Bergstädtchen Montalcino mit seinem "Brunello di Montalcino" und Montepulciano mit dem "Vino Nobile di Montepulciano". Von beiden Weinen gibt es preisgünstige Varianten, den "Rosso di Montalcino" und den "Rosso di Montepulciano".
Apulien: Der Absatz vom italienischen Stiefel ist mit rund 130 000 Hektar eines der größten Gebiete des Landes und besitzt eine hohe Produktion.












